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Ehrliche Mitarbeiterbeziehungen

ASPEKT

ARBEITSSICHERHEIT UND GESUNDHEITSSCHUTZ

Die AMAG unterstützt die Gesundheitspotenziale der eigenen Mitarbeiter und gewährleistet höchste Sicherheitsstandards in der Produktion. Neben gesetzlichen Vorgaben sind konkrete Inhalte dazu etwa in Betriebsvereinbarungen, Richtlinien und Sicherheitsanweisungen vorgegeben.

 

Das Thema Arbeitssicherheit ist fixer Bestandteil im integrierten Managementsystem und nach dem „Occupational Health and Safety Assessment System“ (OHSAS) 18001 zertifiziert. Das OHSAS-System bewertet das Betriebliche Gesundheits- und Arbeitsschutzsystem über die gesetzlichen Auflagen hinaus.

 

Rund 20 % der Gesamtbelegschaft sind in formellen Arbeitgeber- Arbeitnehmer-Ausschüssen, u.a. als verantwortliche Beauftragte für Arbeitssicherheit, Sicherheitsfachkräfte, Sicherheitsvertrauenspersonen oder Ersthelfer, vertreten.

Unter der Leitung des Vorstandes werden im Aufsichtsgremium zur Arbeitssicherheit, dem sogenannten Sicherheitslenkungsausschuss (SILAS), laufend gesundheits- und arbeitssicherheitsrelevante Themen, wie die Wirksamkeit des Arbeits- und Gesundheitsschutzes, anhand der festgelegten Leistungsindikatoren sowie die Rechtskonformität überprüft. Grundlage dafür bildet eine umfangreiche Datenbank, in der alle Sicherheitszwischenfälle erfasst und entsprechende Korrekturmaßnahmen definiert bzw. deren Umsetzung überwacht werden. Ergänzt wird dieses System durch regelmäßige Sicherheitsaudits. (G4-LA5)

 

Mit der Initiative „Konsequent sicher“ verfolgt die AMAG das Ziel von null Unfällen. Umfangreiche Sicherheitsanweisungen und Schulungsmaßnahmen, Sicherheitsaudits sowie Workshops im Rahmen des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses (KVP) dienen der Zielerreichung.

 

Für regelmäßig bei der AMAG tätige kleinere Fremdfirmen wird eine SCC (Safety Certificate Contractors)-Zertifizierung für operativ tätige Führungskräfte durchgeführt (Personenzertifikat). Bei größeren Dienstleistern sind entsprechende Unternehmens- Zertifikate üblich. Zusätzlich ist für Fremdfirmen eine elektronische Schulung mit Wissenstest verpflichtend. Mit Beginn des Jahres 2015 wurde in der AMAG eine neue Sicherheitskennzahl, der sogenannte TRIFR (Total Recordable Injury Frequency Rate), eingeführt.

 

Die aussagekräftige und international vergleichbare Kennzahl gibt die Unfälle mit Ausfall (LTI) plus der Zwischenfälle mit ärztlicher Behandlung pro 200.000 Arbeitsstunden an. Der AMAG-TRIFR lag 2015 bei 2,2. Ein wesentlicher Erfolg im Berichtsjahr 2015 war die erfolgreiche Re-Zertifizierung nach OHSAS 18001 als integraler Bestandteil des Arbeitsschutzmanagements.

 

Des Weiteren wurde ein wöchentlicher Arbeitsschutzreport zur Erhöhung des Bewusstseins im Bereich Arbeitssicherheit eingeführt. Um Gefährdungen zu minimieren wurden laufend Sicherheitsworkshops und Zwischenfallanalysen mit der damit verbundenen Ursachenbehebung durchgeführt.

 

Sicherheitsrelevante Maßnahmen waren die Einführung neuer, hochwertiger Sicherheitsschutzhelme (gemäß EN 397) im Rahmen des Programms „Konsequent sicher“ sowie der Einsatz und die Einführung von verbesserten Schutzbrillen und Sicherheitsmessern.

 

Eine weitere Maßnahme war die Installation eines Lockout/ Tagout-Systems, das ein Abschalten von Energiequellen an Anlagen während Wartungsarbeiten und Reparaturen beinhaltet und somit Schutz gegen die unbeabsichtigte Inbetriebnahme von Anlagen bietet.

 

KRISENMANAGEMENT

Die AMAG verfügt über ein umfassendes Krisenmanagement, durch das in einem Krisenfall folgende Punkte sichergestellt werden sollen:

  • Korrekter Ablauf der Alarmierungsketten und Kommunikationswege im Krisenfall.
  • Unverzügliche, transparente, sachgerechte (Medien-) Berichterstattung und Information der Mitarbeiter und der Bevölkerung über Ursachen, Auswirkungen und Folgen eines Ereignisses.
  • Aufrechterhaltung bzw. Wiederherstellung der wichtigsten Betriebsabläufe.

Die Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten des Krisenteams sind in der Richtlinie „Krisenmanagement und -kommunikation“ festgehalten. Sie dient als Leitfaden für die Bearbeitung und Dokumentation von Krisenfällen sowie die Kommunikation mit den internen und externen Zielgruppen. Das zentrale Dokument für die Krisenstabsarbeit bildet das Krisenmanagementhandbuch mit Verantwortungsbereichen, Aufgaben und umfassenden Checklisten.

 

2015 erfolgte eine erste, umfassende Notfallübung am Werksgelände zur Überprüfung der Alarmierungsketten und der Kommunikationswege im Krisenfall, bei der Krisenstab, Einsatzkräfte (Feuerwehr, Rotes Kreuz und Polizei) sowie Behördenvertreter eingebunden wurden. Die AMAG wird derartige Großeinsatzübungen mindestens alle 2 Jahre durchführen, um jederzeit für einen eventuellen Notfall gerüstet zu sein.

 

BETRIEBLICHE GESUNDHEITSFÖRDERUNG

Betriebliche Gesundheitsförderung wird bei der AMAG kontinuierlich und konsequent in möglichst alle relevanten Abläufe und Prozesse eingebracht und ist in das bestehende KVPSystem (=Kontinuierlicher Verbesserungsprozess) eingebunden. Jeder Mitarbeiter kann sich im KVP-Prozess mit Vorschlägen und Lösungsansätzen u.a. zu gesundheitsrelevanten Themen einbringen.

 

Die AMAG-Arbeitsmedizin, als Teil der Personalabteilung, ist zentraler Ansprechpartner bei allen gesundheitsrelevanten Themen wie Erste Hilfe, ärztliche Untersuchung, Gesundheitsförderung und Beratung. Zu den ergonomischen Verbesserungsmaßnahmen im Berichtsjahr zählten der Einsatz neuer Bedienpulte, neue Hebezeuge zum Bandwechsel oder automatische Reinigungsvorrichtungen für den Rollgang im Warmwalzwerk. Darüber hinaus werden die Mitarbeiter durch Firmenveranstaltungen wie dem alljährlichen AMAG-Skitag oder die Teilnahme an Laufveranstaltungen zur sportlichen Betätigung motiviert.

 

Langfristiges Ziel der AMAG ist u.a. die Erhaltung und Förderung der Gesundheit der Mitarbeiter, die Vorbeugung von arbeitsbedingten Erkrankungen sowie die Förderung der Eigenverantwortung der Mitarbeiter für ihre Gesundheit.

 

Im Jahr 2015 wurde der AMAG bereits zum dritten Mal in Folge das begehrte Gütesiegel für Betriebliche Gesundheitsförderung des „Österreichischen Netzwerkes Betriebliche Gesundheitsförderung“ (ÖNBGF) verliehen.

 

Der Schwerpunkt der Betrieblichen Gesundheitsförderung lag 2015 beim „AMAG Vital Check“, einer freiwilligen Gesundheitsvorsorgeuntersuchung mit jährlich wechselnden Schwerpunktthemen inkl. individueller ärztlicher Beratung.

 

Darüber hinaus haben alle Mitarbeiter die Möglichkeit, eine finanzielle Unterstützung für individuelle gesundheitsfördernde Maßnahmen im Rahmen des jährlich ausgegebenen „AMAG Vital Schecks“ in den Bereichen Sportartikel, Entspannung oder Fitness/Gesundheit zu erhalten.

 

Die Betriebliche Gesundheitsförderung bringt sowohl für das Unternehmen als auch für die Mitarbeiter Vorteile. Die sehr positiven Ergebnisse der 2014 durchgeführten SALSAGesundheitsbefragung bestätigen diesen Umstand.

 

Schwerpunktmäßig wurden dabei der allgemeine Gesundheitszustand der Mitarbeiter sowie die Zufriedenheit mit der eigenen Arbeitstätigkeit und den betrieblichen Rahmenbedingungen erhoben.

 

Dank der umfangreichen Maßnahmen und Aktivitäten liegt die AMAG in Bezug auf Krankenstandstage unter dem Durchschnitt der Metallbranche in Oberösterreich.

 

 

ZIELE  |  Arbeitssicherheit & Gesundheitsschutz

  • Arbeitssicherheit: Reduktion der Unfallrate TRIFR.
  • Gesundheitsschutz: Fortführung der Betrieblichen Gesundheitsförderung zur Steigerung der Leistungsfähigkeit.