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Engagierter Umweltschutz

ASPEKT

EMISSIONEN

Unser Ziel ist es, die Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit auf die Umwelt, beispielsweise in Form von Emissionen klima- und umweltschädigender Gase, kontinuierlich zu reduzieren und so weit wie möglich zu vermeiden.

 

Treibhausgasemissionen entstehen bei der AMAG insbesondere durch die energetische Nutzung von Erdgas zum Schmelzen und Wärmebehandeln von Aluminiumlegierungen, beim Temperieren von Prozessflüssigkeiten, zur Heizung von Gebäuden sowie bei der Nutzung von Diesel für den Fuhrpark (Scope 1).

 

Scope 2-Emissionen entstehen bei der Erzeugung des in der AMAG verbrauchten elektrischen Stroms. Die Verantwortung für die Berechnung und Steuerung der Emissionen am Standort Ranshofen liegt im Bereich Energiemanagement, der als Abteilung innerhalb der Managementsysteme organisiert ist.

 

In der operativen Umsetzung unterstützen mehr als sechs Mitarbeiter die Erhebung, Messung und Auswertung der Emissionen. In Bezug auf CO2-Emissionen unterliegen AMAG casting, AMAG service und AMAG rolling dem EU-Emissionshandel und damit strengen Reporting- und Monitoringvorgaben. Die jährlichen Emissionsmeldungen werden durch Dritte verifiziert.

 

Die Effektivität unseres Emissionsmonitorings beurteilen wir im Rahmen des jährlichen Energieeffizienzprogramms, der Nachhaltigkeitsberichterstattung und durch unsere freiwillige Teilnahme am Carbon Disclosure Project. Bei unserer ersten CDP-Teilnahme im Jahr 2013 erhielt die AMAG ein Rating von 53 E und konnte dieses laufend verbessern.

 

Im Jahr 2015 erreichten wir ein Rating von 97 B, verglichen mit dem höchstmöglichen Score 100 A.

 

Somit fand sich die AMAG im Jahr 2015 unter den sechs besten Unternehmen Österreichs und im ersten Drittel des Gesamtfeldes von 167 bewerteten Unternehmen in der DACH-Region.

 

Der sehr hohe Disclosure-Score ist ein Ausdruck für die hohe Qualität unseres Emissionsmonitorings. Im Berichtsjahr 2015 erhöhten sich die direkten Treibhausgasemissionen (Scope 1) um 12 %, die indirekten Treibhausgasemissionen (Scope 2) um 4 %. Zurückzuführen ist dies in erster Linie auf die erhöhte Produktionsmenge.

Direkte (Scope 1) und indirekte (Scope 2) CO2-Emissionen in Tonnen

  • Scope 1
  • Scope 2

Die spezifischen CO2-Emissionen (Scope 1 + 2) bezogen auf die Produktionsmenge (CO2/t) stiegen von 2014 auf 2015 um 1,6 % an. Die Erhöhung der spezifischen CO2-Emissionen ist insbesondere auf Verschiebungen im Produktmix hin zu wärmebehandelten Produkten und des Hochlaufs mehrerer neuer Anlagen zurückzuführen. (G4-EN15, G4-EN16)

Spezifische CO2-Emissionen bezogen auf die Produktionsmenge (Tonne CO2/Tonne)

Auch bei den Scope 3-Emissionen konnten Einsparungen erzielt werden. Seit Ende 2014 ist die AMAG direkt über eine Pipeline an eine Luftzerlegungsanlage, der Tyczka Air Austria, am Standort Ranshofen angebunden, die Industriegase in Form von Stickstoff und Sauerstoff anliefert. Durch die Pipeline entfallen mehr als 800 LKW-Fahrten pro Jahr, ca. 180 Tonnen CO2 werden dadurch eingespart.

 

Auch andere industrielle Luftemissionen wie Stickoxide (NOx), Kohlenmonoxid (CO) und Staub werden im integrierten Managementsystem erfasst.

 

Anders als Treibhausgase mit globaler Wirkung verursachen diese Luftemissionen eher lokale Effekte. Stickoxide entstehen beim Verbrennen von Erdgas bei hohen Temperaturen in den Ofenanlagen. Kohlenmonoxid entsteht im Wesentlichen durch unvollständige Verbrennung. Behördliche und gesetzliche Grenzwerte im Umweltbereich werden am Standort Ranshofen regelmäßig durch die AMAG-Umweltabteilung überprüft und deren Einhaltung kontrolliert.

Die nach DIN EN ISO/IEC 17025 akkreditierte Prüfstelle nimmt zum Nachweis der Messqualität regelmäßig an internationalen Laborleistungstests, sogenannten Ringversuchen, teil und erzielte bislang sehr gute Ergebnisse. Neue oder geänderte Produktionsanlagen werden zusätzlich im Genehmigungsverfahren durch die Umweltbehörden geprüft.

 

Die folgenden Diagramme zeigen die Entwicklung der spezifischen Emissionswerte von NOx, CO und Staub.

Luftschadstoffemissionen pro Tonne Produktionsmenge (in kg/t)

  • kg Staub/t

Luftschadstoffemissionen pro Tonne Produktionsmenge (in kg/t)

  • kg NOx/t

Luftschadstoffemissionen pro Tonne Produktionsmenge (in kg/t)

  • kg CO/t

Durch laufende Prozessoptimierung und Investitionen in Umweltanlagen konnten die spezifischen Emissionen trotz der Inbetriebnahme neuer Anlagen reduziert werden. Bei den Stickoxiden konnten durch verbesserte Gasbrenner und Brennersteuerungen sowie Maßnahmen zur Energieeinsparung die spezifischen Emissionen von 0,18 kg NOx/t auf 0,17 kg NOx/t reduziert werden, die Gesamtemission betrug 2015 85 Tonnen (2014: 83 Tonnen).

Bei den spezifischen Kohlenmonoxidemissionen zeigen sich deutliche Verringerungen von 0,28 kg CO/t im Jahr 2014 auf 0,25 kg CO/t im Jahr 2015 aufgrund der kontinuierlichen Anlagenoptimierung (Gesamtemission 2015: 126 Tonnen). Auch bei den Staubemissionen ist insgesamt ein Rückgang zu verzeichnen. Waren es 2013 noch 2,6 Tonnen emittierter Gesamtstaub, wurden 2014 nur mehr 2,3 Tonnen und 2015 nur mehr 2,1 Tonnen emittiert. (G4-EN21)

 

 

ZIEL  |  Emissionen
  •  Reduktion der spezifischen CO2-Emissionen.

 

 

DER STANDORT RANSHOFEN UND SEINE UMGEBUNG

Die AMAG verfügt über eine Grundstücksfläche von 297 ha, davon sind 125 ha industriell nutzbar. Darin enthalten ist die Fläche für den Bau des neuen Kaltwalzwerkes, welche 17 ha umfasst, wovon 5,8 ha verbaut werden. Im Rahmen ihrer Bautätigkeiten ist die AMAG bemüht, die Eingriffe in die Natur so gering wie möglich zu halten und die im Umfeld lebenden Tiere und Pflanzen zu schützen.

 

Abbruchmaterial wird soweit wie möglich direkt vor Ort aufbereitet und wiederverwertet. Dadurch können Baumaterial und Transportwege eingespart und somit Abfall reduziert werden.

In der näheren Umgebung des AMAG-Werksgeländes befinden sich drei Naturschutzgebiete – das Schutzgebiet „Unterer Inn“ (Entfernung zum Werksgelände: 6 km), das Naturschutzgebiet Buchenwald (ein weitgehend geschlossener Waldbestand in unmittelbarer Nähe zum Werksgelände) und die Vogelfreistätte Salzachmündung in Bayern (Entfernung zum Werksgelände: 8 km). Umweltauswirkungen aus der Geschäftstätigkeit der AMAG auf diese Gebiete sind nicht bekannt. (G4-EN11) 

Auch beim Transport von Produkten und Materialien ist die AMAG bestrebt, die negativen Auswirkungen auf die Umwelt zu reduzieren, indem Logistikprozesse optimiert werden (z.B. Verlagerung des Transports auf die Schiene, innerbetrieblicher Verkehr mit Elektrofahrzeugen). Der AMAG sind keine erheblichen ökologischen Auswirkungen durch den Transport von Produkten und anderen Gütern und Materialien, die für die Geschäftstätigkeit verwendet werden, sowie durch den Transport von Mitgliedern der Belegschaft, bekannt. (G4-EN30) 

 

ZIEL  |  Standort Ranshofen
  • Optimierung von Logistikprozessen.