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Verantwortungsbewusste Wertschöpfungskette

ASPEKT

NACHHALTIGKEIT IN DER LIEFERKETTE 

Der Aspekt „Nachhaltigkeit in der Lieferkette“ bedeutet, dass Lieferanten zu Auswirkungen auf Umwelt, Gesellschaft, Menschenrechte und Arbeitspraktiken überprüft werden sowie die Teilnahme an entsprechenden Maßnahmen.

 

Die AMAG wendet „Compliance Regeln für Lieferanten“ in der Lieferkette an. Diese Compliance Regeln werden an alle Lieferanten aktiv kommuniziert. Sie müssen von diesen unterzeichnet und eingehalten werden. Die AMAG bekennt sich darin unter anderem zu folgenden Inhalten:

 

  • Integrität und Geschäftsführung: Die AMAG betrachtet Integrität und Verlässlichkeit in den Geschäftsbeziehungen aller Beteiligten als wesentliche Voraussetzung für nachhaltiges Wirtschaften.
  • Umweltschutz und Nachhaltigkeit: Die AMAG ist bemüht, die Umwelt mit der gebotenen Sorgfalt zu behandeln und die für seine Betriebe geltenden Umwelt- und Gesetzesvorschriften zu befolgen.

Ökologische Kriterien bei Lieferanten unterliegen bis dato noch keiner Überprüfung. (G4-EN32)

Im Berichtszeitraum gab es keine wesentlichen Änderungen in der Struktur der Lieferkette. (G4-13)

 

„MATERIALS STEWARDSHIP“ 

Die Aluminium Stewardship Initiative (ASI) ist eine Initiative von Unternehmen aus der Aluminiumindustrie. An der Initiative arbeiteten nicht nur Unternehmen, sondern auch NGOs, Interessensvertretungen und unabhängige Institutionen mit. Im Rahmen eines Multi-Stakeholderprozesses, unter der Leitung von IUCN (International Union for Conservation of Nature), wurde seit 2012 an der Einführung eines Nachhaltigkeitsstandards mit entsprechender Zertifizierung für die Produktion von Aluminium gearbeitet.

 

Im Dezember 2014 wurde der ASI Performance Standard veröffentlicht. Er enthält Kriterien für verantwortungsvolles Ressourcenmanagement für die drei Säulen Ökonomie, Ökologie und Soziales.

 

Der Standard reicht über die gesamte Wertschöpfungskette von Aluminium, vom Bauxitabbau bis zur Herstellung von Konsumgütern aus Aluminium und der Wiederverwertung von Aluminium am Ende des Produktlebensweges.

Im Fokus des Standards stehen folgende Kernthemen:

 

  • Verantwortungsvolle Unternehmensführung
  • Transparenz
  • Material Stewardship
  • Treibhausgasemissionen (Emissionen in Luft und Wasser)
  • Abfall, Wasserverbrauch, Biodiversität
  • Menschenrechte, Rechte der Arbeiter sowie Arbeitssicherheit und Gesundheit.

Unternehmen in der Aluminiumwertschöpfungskette können standardgemäß unabhängige, glaubwürdige und verifizierbare Informationen zur Verfügung stellen. Lieferanten bzw. Materialien, welche den definierten ASI-Nachhaltigkeitskriterien entsprechen, sind somit in Zukunft an jedem Punkt der Lieferkette erkennbar.

 

Die AMAG ist Gründungsmitglied der ASI und engagiert sich laufend durch Mitarbeit an der Weiterentwicklung des ASI Performance Standards, der Zertifizierung und weiterer Themen.

 

 

ZIELE  |  Nachhaltigkeit in der Lieferkette

 

 

  • Lieferantenbeurteilung anhand von Nachhaltigkeitskriterien vertiefen.
  • Beteiligung an der Einführung des ASI Performance Standards in der Aluminiumbranche.

Highlights

Kernaktivitäten

Handlungsfelder

Forschung und Entwicklung

  • Anteil der Spezialprodukte von 57 % der Gesamtproduktion 
  • Recyclingquote von 75-80% bei steigender Produktion

Entwicklung neuer Aluminiumprodukte und Herstellungsprozesse

  • Produktinnovationen
  • Prozessinnovationen
  • F&E-Kooperationen mit Kunden und Universitäten
  • Recycling
  • Entwicklung hochfester Spezialprodukte für
    Automobil- und Luftfahrtbranche (Leichtbau, CO2- Einsparung)
  • Gebäudeeffizienz (effiziente Beleuchtung)
Lieferkette
  • Abgesicherte Primäraluminiumbasis auf höchstem ökologischen Niveau
  • Zukauf, Aufbereitung und Verarbeitung fast aller am Markt verfügbaren Aluminiumschrottsorten

Beteiligung Elektrolyse Alouette

 

Zukauf von Rohmaterialien: 

  • Primäraluminium
  • Aluminiumschrott
  • Entwicklung und Förderung eines ökologischen und sozialen Industriestandards (ASI Performance Standard)
  • Benchmark in Bezug auf Nachhaltigkeit in der Produktion von Primäraluminium
Produktion

 

  • Öko-effiziente Produktion in Österreich und Kanada
  • Herstellung aller Aluminium Legierungsfamilien an einem Standort
  • Weltweit einer der wenigen Standorte, die sowohl die Automobil- als auch die Luftfahrtindustrie beliefern

 

Herstellung von

  • Primäraluminium
  • Gusslegierungen
  • Walzprodukten
Recycling von Aluminiumschrott
  • Ressourceneffizienz
  • Energieeffizienz
  • Emissionsreduktion
  • Attraktiver und sicherer Arbeitgeber
  • Geschlossener Materialkreislauf
Logistik und Transport
  • E-Mobilität im Werkstransport
  • Ausbau des intermodalen Kombiverkehrs
  • Hochseetaugliche Anbindung der Elektrolyse Alouette
  • Direkte Anbindung an Gaslieferanten
  • Weltweite, zeitgereichte Auslieferung von Walzprodukten an Kunden aus über 20 Branchen
  • Just-in-time Lieferung von Flüssigaluminium
  • Weniger Transporte per LKW (Emissionsreduktion, Verkehrsentlastung)
  • Optimierte Auslastung der Transportmittel
  • Optimierung der Verpackungen für den Transport
Vertrieb und Weiterverarbeitung
  • Vertrieb der Aluminiumprodukte in über 20 Länder weltweit
  • Herstellung von Produkten mit höchster Recyclingquote von bis zu 100 %
  • Spezifikationskonforme und zuverlässige Lieferung von Gusslegierungen und Walzprodukten an Kunden aus den Branchen Transport, Industrie, Konsumgüter, Verpackung und Bauwesen, Elektronik und Sport
  • Technologische Anwendungsberatung
  • Kundenprojekte zur Rücknahme von Aluminiumschrott (Closed-Loop Recycling)
  • Analyse und Verbesserung des Produktlebenszyklus von Aluminium
  • Verstärkter Einsatz von Aluminium
Verwertung
  • Recycling von 306.000 t (2015) Aluminiumschrott am Standort Ranshofen. Dies entspricht einer Recyclingquote von 75-80 %
  • Alle am Markt verfügbaren Aluminiumschrotte können verarbeitet werden

Ausbau der Kompetenz für das Recycling von Aluminium:

  • Schrottbemusterung
  • Schrottaufbereitung
  • Recycling durch Einschmelzen
  • Entwicklung neuer Produkte (Green Alu)
  • Etablierung der Kreislaufwirtschaft
  • Reduktion der Deponieabfälle