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Verantwortungsbewusste Wertschöpfungskette

ASPEKT

VERANTWORTUNG FÜR WERKSTOFFE, RECYCLING

Der wichtigste am Standort Ranshofen eingesetzte Rohstoff ist Aluminiumschrott.

 

Der Energieaufwand für die Erzeugung von Aluminiumprodukten aus Aluminiumschrott ist deutlich geringer im Vergleich zur Erzeugung aus Primäraluminium. Dabei kann bis zu 95 % der Energie eingespart werden.

 

Zirka 75 % des jemals hergestellten Aluminiums befinden sich noch immer in Verwendung.

SCHROTTEINSATZ AM STANDORT RANSHOFEN

SCHROTTEINSATZ

In der Vormaterialbilanz der AMAG spielt der Wertstoff Aluminiumschrott mit einem Anteil von 60 % eine dominante Rolle. Unter Berücksichtigung des eigenen Kreislaufschrotts beträgt die Schrotteinsatzrate am Standort Ranshofen ca. 75-80 %. Die AMAG hat sich zu einem Kompetenzzentrum für Aluminium-Recycling entwickelt und konnte im Jahr 2015 den Schrotteinsatz auf einen Rekordwert von 306.000 Tonnen steigern. (G4-EN2)

 

VERWERTUNG VON ALUMINIUM

Das Segment Gießen leistet durch die hohe Expertise im Schrottrecycling und den Einsatz von unterschiedlichen Aufbereitungsund Schmelztechnologien einen wesentlichen Beitrag zur nachhaltigen Rohstoffversorgung am Standort Ranshofen. Bereits bei der Bemusterung der vielen Schrottanlieferungen spielt die langjährige Erfahrung bei der Probeentnahme und Analyse eine wichtige Rolle. Nur durch die gründliche Untersuchung und eine legierungsspezifische, sortenreine Trennung kann der optimale Nutzen des Recyclings, sowohl im ökologischen als auch im ökonomischen Kontext, erzielt werden.

 

Zur Absicherung der Rohstoffversorgung mit Schrotten am Standort Ranshofen wurden der Ausbau der Walzbarrengießerei und die damit verbundene Erweiterung der Recyclingkompetenzen vorangetrieben.

 

Damit kann die AMAG den eingeschlagenen Wachstumskurs auf einem hohen ökologischen Niveau fortsetzen. Ein logischer weiterer Schritt ist die Schließung von Materialkreisläufen in der industriellen Produktion, das sogenannte „Closed Loop“-Konzept.

 

Ziel dabei ist es, Aluminium-Produkte werthaltig im Kreislauf zu führen und Downgrading zu vermeiden. Sämtliche Aluminiumschrotte, welche bei der kundenseitigen Verarbeitung entstehen, können sortenrein an die AMAG ohne Verluste wieder retourniert werden. Dabei wird der Material- und Energieeinsatz im gesamten Kreislauf optimiert und der Rohstoff Aluminium kann in den meisten Fällen wieder als Input für das ursprüngliche Produkt genutzt werden. Die AMAG praktiziert „Closed Loop“-Recycling seit Jahren erfolgreich mit Industriekunden aus verschiedenen aluminiumverarbeitenden Branchen. Als ein Best-Practice- Beispiel kann dabei die Zusammenarbeit mit einem großen Halbzeug- Verarbeiter genannt werden.

 

Einerseits kann der beim Kunden anfallende Aluminiumschrott durch die sortenreine Trennung wieder in das werkstoffidente Halbzeug eingesetzt werden, andererseits wird ein und dasselbe Frachtmittel für die Anlieferung der Aluminiumschrotte und die Rücklieferung verwendet.

Durch Forschung baut die AMAG ihre Recycling Kompetenz weiter aus. Aktuelle Projekte dazu sind:

  • Forschungskooperationen mit unterschiedlichen Automobil- OEMs: Die AMAG arbeitet gemeinsam mit Kunden an der Definition von recyclingfreundlichen Materialspezifikationen, welche einen hohen Recyclinganteil erlauben, gleichzeitig aber die geforderten Kennwerte erreichen.
  • Kooperationen mit Kunden zur Schließung von „Alloy-to- Alloy“-Kreisläufen, Ausarbeitung von Daten für Lebenszyklusanalysen (LCA), wodurch die Nachhaltigkeit von AMAG Produkten konkret seitens der Kunden aus unterschiedlichsten Branchen bestätigt wurde.

Darüber hinaus ist sich die AMAG bewusst, dass die angeführten Herausforderungen nur mit gut ausgebildeten Mitarbeitern zu bewältigen sind, weshalb die neue Studienrichtung Recyclingtechnik, welche im Oktober 2014 an der Montanuniversität Leoben neu eingerichtet wurde, unterstützt wird. Weiters finanziert die AMAG eine Stiftungsprofessur für Werkstofftechnik von Aluminium am Lehrstuhl für Nichteisenmetallurgie, wodurch sowohl die Forschung als auch die Lehre auf diesem Gebiet im Bereich der österreichischen Universitäten entscheidend verbessert wird.

 

 

ZIELE  |  Verantwortung für Werkstoffe, Recycling

 

 

  • Industrielle Materialkreisläufe in Zusammenarbeit mit Geschäftspartnern schließen (Closed-Loop Recycling).
  • Produktionssteigerung unter Beibehaltung der Schrotteinsatzrate von 75-80 % (bezogen auf Walzbarren und Recyclinggusslegierungen).